Medizin

Das Wort "Medizin" hat bei den Indianer eine völlig andere Bedeutung. Indianische Medizin setzt die Balance in allen Bereichen des Lebens voraus. Krankheiten werden als ein Ungleichgewicht zwischen der persönlichen Welt und der Welt des Geistes angesehen. Es gibt viele Möglichkeiten, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Das Verständnis der harmonischen Balance ist sehr anspruchsvoll. Die Heilung erfolgt durch den Zugang zu heilende Kräften.

 

 

>Devils Tower - Mato TipilaEin "Schlachtfeld" mit "religiösen" Kletterer.

>Gebete<   Gebet an den Geist des Berges; Täusche mich nicht!; Navajo Chant;    

                   Cheyenne Gebet für den Frieden; Friedensgebet;

 

>Zeremonien<   Green Corn Festival; Pfeifenzeremonie; Cherokee

                           Stomp Dance Ceremony;

 

>Mounds<   Serpent Mound; Alligator Mound; Woodhenge - Cahokia Mounds;

 

>Heilende Pflanzen<  "Fleisch der Götter", 

>Legenden/Erzählungen<  Der "Trickster";

                                           Coyote und das Monster;

                                           Wie der Regenbogen entstand;

                                           Eine Mahlzeit für Nata´Yowa;

                                           Trad. Hasen-Geschichte

>Pow Wow<  Pow Wow-Etikette; Powwow Texte;

Die Midewiwin (auch Midewin oder Medewiwin ) ist eine geheimnisvolle Religion der Ureinwohner der Maritimes, New England und Great Lakes Regionen in Nordamerika. Die "Heiligen Männer" wurden midew und die "Gläubigen" als Midewiwin bezeichnet. Ins Englische wurde es als "Medicine" übersetzt

Mide bedeutet: Geheimnis, geheimnisvoll, geistig, scheinheilig, heilig oder feierlich, je nach Nutzung des Wortes.

Midewiwin bedeutet: Zustand des Seins und beinhaltet die Idee einer spirituellen Heilung.

Dagegen mashkiki, die Idee einer physikalischen Heilung.

Midewinini - midew Mann - Medizinmann

Midewikwe - midew Frau - Medizinfrau

In der Anishinaabe Sprache wird "Midewiwin" manchmal als "The Way of the Heart." bezeichnet.

 

 

 Wie die "Heilige Medizin" zu den Anishinaabe kam

 

 Am Anfang, erschuf Gichi Manidoo zunächst zwei Männer und zwei Frauen, aber sie hatten keine Kraft in ihren Gedanken. Gichi Manidoo nahm sie in seine Hände, so dass sie sich paarten und daraus entstanden die Anishinaabe. Er setzte sie zurück auf die Erde. Merkte aber bald, dass sie krank wurden, verelendeten und starben, und er erkannte, wenn sie nicht "Heilige Medizin" bekämen, würden sie aussterben.

Zwischen Gichi Manidoo und der Erde befanden sich vier mächtige manidoog und er sprach zuerst zu einem der manidoog und erzählte ihm alles, was er zu sagen hatte. Der wiederum übermittelte es zum Nächsten, und der wiederum zum Nächsten und der sprach auch mit dem Nächsten. Alle trafen sich dann im Rat und beschlossen gemeinsam, dass Gichi Manidoo die "Heilige Medizin" zu den Menschen bringen sollte
So ging Gichi Manidoo zu "Sun Spirit" und bat ihn auf die Erde zu gehen und die Menschen davon zu erzählen, was sie im Rat beschlossen hatten. "Sun Spirit" ging in Form eines kleinen Jungen auf die Erde und lebte dort bei einer Frau, die einen kleinen Jungen hatte. Im Herbst verließ die Familie ihr Dorf um zu jagen. Während des Winters starb der Sohn dieser Frau. Die Eltern waren so sehr gequält, dass sie beschlossen in das Dorf zurückzukehren um den toten Jungen dort zu begraben.
Sie traffen die nötigen Vorbereitungen, um zurückzukehren. Jeden Abend errichteten sie mehrere Pfähle, auf denen sie den Körper des Jungen legten, um die wilden Tiere daran zu hindern ihn zu verschlingen. Jeden Abend, wenn der tote Junge auf den Pfählen lag, spielte und amüsierte sich das adoptierte Kind "Sun Spirit", und schließlich sprach sein Adoptivater zu ihm und erklärte ihm die Trauer seiner Mutter. Doch der sagte: "Er könnte seinen toten Bruder wieder zum Leben erwecken". Woraufhin die Eltern sehr Überrascht waren und wollten von ihm wissen, wie er das machen wollte.
Er sagte:" Holt die Frauen aus dem Dorf, sie sollen ein Wiigiwaam aus Rinde errichten. Wickelt den toten Jungen in eine Decke und legt ihn auf den Boden in der Mitte des Wiigiwaam. Am nächsten Morgen, nachdem sie dies getan hatten, gingen die Familie und ihre Freunde in das Wiigiwaam und setzten sich ruhig um den Leichnam. Nach einiger Zeit sahen sie durch die Tür die Gestalt eines Bären, der gemächlich auf das Wiigiwaam zu trottete. Sie stellten sich schützend vor den toten Körper und riefen: "ho, ho, ho, ho ", der Bär wendete sich zitternd zur Seite ab und als er das tat, begann der tote Körper ebenfalls zu zittern. Viermal kam der Bär zurück und jedes Mal wurde das Zittern stärker, bis der Körper wieder zu leben begann. Zuletzt stand der Bär vor dem Wiigiwaam und sprach zu dem Vater, der in einer fernen Ecke des Wiigiwaams saß, folgenden Worte:

Noos gaawiin anishinaabewisii, ayaawiyaan manidoo ningwisis.Bi-mayaa minik niiji- manidoo mayaa zhigwa ji-gi-aawiyan.Shlinge, zhigwa asemaa ji-atooyeg. E-mikondem mii etaaabiding ji-gashkitood Wenji- bimaadizid OMAA agaawaabimaadizid mii OMAA; niiji- manidoo mayaa zhigwa ji-giiwey

Mein Vater ist kein Indianer. Ich bin ein Sohn des Großen Geistes. Alle Geistwesen und der Große Geist wissen jetzt wer du bist. Mein Vater, möchte Tabak, den du geben sollst. Das ist alles was er verlangt. Nur einmal konnte er dies tun. Warum soll er wieder bei euch leben? Er lebt, damit ihr von den Geheimnissen der Geistwesen und dem Große Geist erfahrt. Ich werde jetzt wieder zurückkehren. 

 

Der Junge "kleiner Bär" blieb bei den Anishinaabe und lehrte ihnen die Geheimnisse des Midewiwin.
Nachdem er seine Mission erfüllt hatte sprach er zu seinem Vater: "Er werde jetzt zu seinen Verwandten, den manidoog, zurückkehren. Die Anishinaabeg müssten jetzt keine Krankheiten mehr fürchten, den sie besaßen jetzt Midewiwin, wo durch sie sich heilen konnten. Er würde nun zur Sonne zurückkehren, durch sie könnten sie seinen Geist fühlen".